DIE 168 STUNDEN WOCHE – TEIL 1

BRILLIEREN STATT EXISTIEREN

Wenn ich zwei Arten von Menschen nicht ertragen kann, dann sind das…

  1. Shortcut-Süchtige [=Personen, die in jeder fordernden Aktivität, privat, sportlich oder professionell, eine Abkürzung suchen, die sie mit weniger Mühe ans Ziel bringen soll.]
  2. Eigeninduzierte Negativisten [=Personen, die durch ihre Unfähigkeit sich ihre Zeit bedürfniserfüllend einzuteilen, Unzufriedenheit zu ihrem Volkssport erkoren haben und die Gründe für ihr Versagen stets bei anderen suchen.]

Wo es früher hieß „Kein Fleiß, kein Preis.“ Oder „No Pain. No Gain.“ sehe ich jetzt Anhänger der „4h Arbeits-Wochen“-Utopie & arbeitslose Lifestyle-Experten, die Faulheit propagieren. Die Tugenden, die unsere Nationen einst groß gemacht haben – Fleiß, Schweiß & Courage – scheinen tief unter Ineffizienz vergraben zu sein. 

Ich sehe den Auslöser dieses Problems in unserer missverständlichen Vorstellung vom Konzept „Zeit“. Wir sind gesellschaftlich daraufhin konditioniert 40 Stunden pro Woche zu arbeiten. Alles darunter ist – als Nicht-Student – schmarotzen. Alles darüber hingegen ist Borderline-Burnout.  Hinzu kommen noch Sozial-Leben, Hobby & Schlaf – schon meinen wir unser Tag, unsere Woche habe zu wenige Stunden um uns ehrliche Bedürfnis-Erfüllung zu ermöglichen.

Der einzige Weg diesen Faulheits-Faschismus zu bekämpfen, ist unser Verständnis von Zeit zu relativieren. Die  40h Woche ist tot. Wir müssen verstehen, was jeder erfolgreiche Mensch schon lange verstanden hat: Jede Woche hat 168 Stunden. Nutzen wir sie.

Das Konzept der 168h – Woche

Die Quintessenz dieses revolutionären Denkansatzes ermutigt jeden von uns aus dem Schubladendenken der festen Zeiteinteilung herauszubrechen und wirklich jede Sekunde, jeder Minute, jeder Stunde, jedes Tages, jeder Woche – die uns frei zur Verfügung steht –  bedürfnisorientiert & stringent auf die Erreichung eines Lebensziels ausgerichtet zu nützen.

Wieviel Zeit haben wir wirklich? Die (Ab-)Rechnung:

  • Wir arbeiten 40h pro Woche
  • Zusätzlich schlafen wir 8h pro Tag
  • Und haben ein Hobby welches 2h pro Tag – 7 Tage die Woche – beansprucht.

Addiert macht das 110 Stunden pro Woche.

Wir haben also immer noch 58 Stunden pro Woche übrig in denen wir wach & potentiell tätig sind. In der Theorie könnten wir einen zweiten Vollzeit-Job annehmen und trotzdem 18h pro Woche für unser Sozialleben übrig haben. Diese 58h sind der Schlüssel.

Mein #168h – Appell: Kümmert euch bewusst um diese 58h. Nutzt Sie als „Me-Time“ zur Selbst-Verwirklichung. Geht mindestens einer Tätigkeit nach die ihr so sehr liebt, dass ihr sie auch kostenlos mache würdet. (Das werdet ihr Anfangs mit Sicherheit auch) Macht euch nebenbei Selbstständig. Schreibt das Buch, was ihr immer schreiben wolltet. Arbeitet an euren Skills. Lernt. Lebt. Aber verschwendet diese Zeit nicht damit euch darüber zu beschweren, dass ihr keine Zeit habt! Verwirklichung = Erfüllung. Aktive Zeit-Investitionen in Selbstverwirklichung führen zu Ausgeglichenheit & innerer Balance. So werdet ihr auch die Zeit, die ihr mit geliebten Menschen verbringt gelassener & genussvoller verbringen können.

Wie viele Träume würden gelebt & Ideen verwirklicht werden, wenn wir alle nach diesem Konzept leben würden?

Meine Durchschnitts-Woche:

  • Durchschnittlich 50 Stunden Arbeit pro Woche
  • 6h Schlaf pro Nacht
  • 5x 2h Sport in der Woche
  • 4h pro Tag für private Projekte
  • 10h pro Woche für Familie

Hiermit komme ich auf 140 Stunden. Habe also – trotz Selbstverwirklichungs-Zeit – noch 18h frei verfügbare & flexibel nutzbare Zeit die Woche für die Freuden des Lebens.

„Das was wir im inneren sind zählt nicht. Nur das was wir tun zeigt wer wir wirklich sind.“ – Batman

Wir haben 168 Stunden jede Woche um zu zeigen wer wir wirklich sind.

In Teil 2 geht es um die 5 Schritte zur Umsetzung des #168h Konzepts.  Die 168 Stunden Woche – Teil 2 coming soon.

Zeitverschwendung war gestern. Wer sich entscheidet nach meinem #168h Time- Management – Prinzip zu leben, entscheidet sich dafür seine Zeit bewusst & stringent auf die Erfüllung seines Lebensziels auszurichten. Lerne die 5 Gebote des #168h-Prinzips kennen & erfahre wie einfach es ist diesen theoretischen Denkansatz in dein Leben zu integrieren um Profession & Passion – Beruf & Berufung – untrennbar miteinander zu verbinden. 

DIE 168 STUNDEN WOCHE – TEIL 2

VOM KONZEPT ZUR ERFAHRUNG

Umzudenken bedarf Zeit. Allen voran bedarf es aber Bereitschaft & Willen zur Veränderung. Wer sich entscheidet nach meinem #168h – Prinzip zu leben, entscheidet sich dafür seine Zeit bewusst & stringent auf die Erfüllung seines Lebensziels auszurichten. Sowie sein Leben von Grund auf effizienter & erfüllender zu gestalten. Was nach theoretischem Wunschdenken klingt, wird durch die Einhaltung der folgenden 5 Richtlinien zur  greifbaren Realität…

DIE 5 GEBOTE DES #168h-PRINZIPS

  1. Lege ein Lebensziel fest & visualisiere deine Berufung

Ohne Ziel kein Weg. Ohne Weg kein Erfolg. Die Quintessenz des #168h-Prinzips besagt, dass man sein Leben auf die Erfüllung eines Lebensziels ausrichten soll. Es liegt auf der Hand, dass wir uns als ersten Step darauf besinnen müssen, was wir tatsächlich in der uns zur Verfügung stehenden Zeit realisieren wollen. Visualisierung ist der Schlüssel. Denkt immer daran, es geht im #168h-Prinzip um die effiziente Einteilung unserer frei zur Verfügung stehenden Zeit (unseren „Room to Grow“). Egal welches Ziel wir erreichen möchten, sei es in engem Zusammenhang mit unserer tatsächlichen Profession, oder weit davon entfernt, der Schlüssel zum Erfolg des Systems ist die effiziente Nutzung unseres „Room to Grows“ , also unserer Freizeit. Wollt ihr in eurer Profession mehr erreichen, dann investiert auch unbezahlte Zeit darin euer Handwerk zu optimieren. Wollt ihr euch nebenbei etwas erschaffen, dann nutzt euren „Room to Grow“ alleinig dafür. Kennt das Ziel. Der Weg offenbart sich euch dann wie von selbst.

  1. Berechne deinen „Room to Grow“

Wir kennen das Ziel. Jetzt erstellen wir unsere Route. Die Berechnung unserer wöchentliche frei zur Verfügung stehenden Zeit – dem „Room to Grow“- ist der erste Step hierfür. Folgendermaßen sieht eine Gleichung für euren wöchentlichen „Room to Grow“ aus:

[Gesamtzeit (168h)] – [Unumgänglich verplante Zeit]

= Frei zur Verfügung stehende Zeit (Room to Grow)

Unter unumgänglich verplante Zeit verstehe ich Dinge wie Schlaf, Zeit mit Familie, Sport sowie euren Job – aber nur falls dieser nicht in Relation zu eurem Lebensziel stehen sollte.

Wenn wir unserer Freizeit nun eine mathematische Ziffer zugeordnet haben, liegt es an uns einen Planer zu zücken und unserem soeben durch reine Visualisierung, geschaffenem „Room to Grow“ produktiv & zielorientiert einzuteilen. Effiziente Zeitplanung ist hierbei der Schlüssel.

Ich persönlich habe für mich herausgefunden, dass die optimalste Arbeitszeit für mich zwischen 4:30 und 7:00 morgens liegt, demnach stehe ich bewusst früher auf uns arbeite in diesen 2,5h jeden Morgen an privaten Projekten. [Mehr zu meiner #FuckSnooze-Challenge in künftigen Artikeln.]

  1. Ändere dein Verständnis von Zeit in dem du dein Wording anpasst

Im #168h Time-Management-Prinzip geht es um die Relativierung unseres Verständnisses für Zeit. Ein unumgänglicher Schritt hierbei ist die Änderung der Art wie wir über Zeit denken. Und um unsere Gedanken zu ändern, müssen wir zuerst unser Wording ändern. Beginnen wir doch mit zwei einfachen Zeit-Verständnis-Regeln:

  • You don´t have time. You make time.

Arnold Schwarzenegger wusste es schon lange. Dennoch ist diese Ansicht von Zeit sehr stark in Vergessenheit geraten. Zu oft hören wir von Freunden, Kollegen & Kunden, dass Sie keine Zeit für etwas hätten. Ich behaupte dies ist eine Lüge. Jeder Mensch hat Zeit. Es ist alles nur eine Frage der Priorisierung. Die richtige Aussage sollte lauten: „Es ist es mir nicht wert mir Zeit dafür zu nehmen.“. Klingt hart. Ist aber inhaltlich weitaus richtiger. Ich habe mir antrainiert statt „Ich habe Keine Zeit dafür.“, nur mehr, „Ich möchte mir keine Zeit dafür nehmen.“ zu sagen. Was mein Umfeld anfangs überrascht wahrgenommen hatte, stößt jetzt auf Grund der unverweigerlichen Ehrlichkeit der Aussage auf große Sympathie und Akzeptanz. Zuzüglich führt diese kleine Änderung meines gedanklichen & gesprochenen Wordings dazu, dass ich mit dem Thema Zeit noch wertschätzender umgehe, weil mir bei jedem Mal aufs Neue bewusst wird, dass sie ein Verbrauchsgut ist, welches einzuteilen ich in der Hand habe. Die Zeit ist nun einmal das kostbarste Gut, welches wir besitzen. Sie zu verschwenden, wäre der größte Fehler unseres Lebens. Erinnert euch ständig selbst daran.

  • Wie aus “Freizeit” unser „Room to Grow“ wird.

Die ständigen Wortwiederholungen in den oberen Absätzen dienten einem Zweck: Meinen Standpunkt zu festigen, dass wir unsere “Freizeit” nicht als “Ich mache was mein innerer Schweinehund verlangt.”-Zeit sehen, sondern bewusst als „Room to Grow“, also Zeitraum für persönliches spirituelles oder professionelles Wachstum wahrnehmen.  Unser Wording dahingehend zu ändern ist nicht schwer. Der Effekt dafür aber umso gravierender.  Im Endeffekt ist es zwar genau dasselbe, durch die veränderte Bedeutungs-Zuordnung schreiben wir unserer „Freizeit“ als „Room to Grow“ allerdings um einiges mehr an Wert zu.

  1. Leerläufe verhindern

In der Maschinerie ist ein Leerlauf (engl. Idle-Time) Zeit, in der eine Maschine in Betrieb ist, jedoch nicht Ihre Arbeit verrichtet. Das Äquivalent hierzu im Leben eines Menschen sind Zeit-Passagen, in denen weder produktive Tätigkeiten, noch aktive Regeneration von statten gehen. Also Zeit, die nicht sinnvoll genutzt wird.  Solche „Idle-Times“ treten oft auf Reisen, Anfahrtswegen, Pausen oder auch kurz nach Feierabend auf. Unsere Challenge ist es diese „Idle-Time“ in „Me-Time“ umzuwandeln.

Was heißt das nun genau? „Me-Time“ dient entweder dazu Körper & Geist aktiv und mit vollem Fokus zu regenerieren, oder dazu eine gezwungene, aber unproduktive Tätigkeit mit einer zusätzlichen, nebenher ablaufenden, aufzuladen, die es uns erlaubt unserem Ziel, bspw. durch Weiterbildung (Lesen, Podcasts, etc.) oder durch das Weiterarbeiten an Projekten (z.B. Niederschreiben von Gedanken in Handy-Notizen), näher zu kommen. Kurz gefasst: Zeit, die sonst verschwendet worden wäre sinnvoll zu nutzen.

Ich persönlich habe z.B. entdeckt, dass ich meine Arbeitswege in den öffentlichen Verkehrsmitteln gerne mit einem kreativen Brainstorming verbinde, im Zuge dessen ich mir Notizen zu anstehenden Projekten in meinem Handy mache. Ebenfalls nutze ich solche Wege zur Bearbeitung von Emails & dem Hören von Seminar-Aufzeichnungen über Self-Development-Themen. Die Fortbewegungszeit für solche Tätigkeiten auszunutzen ist mit das Wichtigste um seinen Tag effizienter zu gestalten. Probiert es einfach aus: Statt Fernzusehen, schaltet einen TED-Talk ein, der ein Thema bearbeitet, über das ich mehr wissen möchtet. Statt den Klatsch in der Zeitung zu lesen, lest einen Online-Artikel der euch weiterbildet. Wenn ihr „in Betrieb“ seid, dann verrichtet auch sinnvolle Arbeit. Und ihr seid immer in Betrieb.

  1. Pass it on!

Ich hoffe sehr, dass mein #168h-Prinzip euch zusagt. Ich hoffe umso mehr, dass es Aspekte an sich hat, die ihr für euch selbst umsetzen könnt und wollt. Falls dies der Fall ist, werdet ihr schnell merken, dass ihr selbst nach Überwindung der Anpassungsphase, ein ganz neues Verständnis für Arbeitszeit & Freizeit bekommt. Ihr werdet eure tiefsten Bedürfnisse identifizieren & mit vollem Fokus verfolgen. Ihr werdet an die Grenzen dessen kommen, was andere „Burn-Out“ nennen, seid aber trotzdem weit davon entfernt, da ihr nicht etwa einer Profession, sondern einer Passion nachgeht. Da ihr nicht nur einen Beruf ausübt, sondern eine Berufung folgt. Das einzige, was euch nun mehr auf eurem Weg einbremsen kann, sind Menschen, die noch immer nach dem veralteten Schemata der 40h Woche leben und ein zutiefst unglückliches, unerfülltes Dasein fristen. Es liegt nun an euch etwas an eben jene Menschen zurück zu geben. Wir alle waren schon einmal an dem Punkt.

Wenn ihr wahrlich verstanden habt, worum es beim #168h-Prinzip geht, ist es eure Pflicht jenen unter euren Bekannten, die Probleme damit haben sich ihre Freizeit so einzuteilen, dass sie sie sinnvoll & produktiv zur Erreichung ihrer eigenen Ziele nutzen können, zu helfen, in dem ihr ihnen das Konzept und die 5 Richtlinien des #168h-Prinzips erläutert.

You don´t have time. You make time.

Auf deinen Erfolg!
Pedram